Frage Nachvollziehbar belegt

Fachwissen für digitale Entscheidungen

Was ist Lead-Scoring und lohnt es sich?

Kurzantwort

Lead-Scoring bewertet Interessenten mit Punkten, damit der Vertrieb zuerst die aussichtsreichsten bearbeitet. Es lohnt sich ab etwa fünfzig Anfragen im Monat. Darunter kennt der Vertrieb seine Kontakte ohnehin, und die Punktevergabe kostet mehr Zeit, als sie spart.

Wie es funktioniert

Punkte für zwei Arten von Merkmalen:

Wer ist es? Branche, Unternehmensgrösse, Position, Region – passt der Kontakt zum Zielkundenprofil?

Was tut er? Website besucht, Angebot angefordert, auf E-Mail geantwortet, Preisseite mehrfach angesehen.

Ab einer Schwelle geht der Kontakt an den Vertrieb.

Wann es sich lohnt

  • Ab etwa fünfzig Anfragen im Monat
  • Wenn deutlich mehr Anfragen eingehen, als bearbeitet werden können
  • Wenn die Qualität der Anfragen stark schwankt

Wann nicht

Bei zehn Anfragen im Monat ruft man einfach alle an. Jede Punktelogik wäre Aufwand ohne Nutzen.

Der wichtigste Baustein

Negative Punkte. Wettbewerber, Bewerber, Studierende, Privatpersonen bei B2B-Angeboten. Ohne Abzüge landen genau diese oben in der Liste, weil sie viel auf der Website lesen.

Datenschutz

Verhaltensbasiertes Scoring verarbeitet personenbezogene Daten und kann Profilbildung darstellen. Erforderlich sind eine Rechtsgrundlage, Transparenz in der Datenschutzerklärung und – bei erheblicher Wirkung für die Person – Beachtung von Art. 22 DSGVO.

Praktisch heisst das: Punkte dürfen die Reihenfolge der Bearbeitung bestimmen, aber keine Absage automatisch auslösen.

Kernfakten

Lohnt sich ab
Etwa 50 Anfragen im Monat
Wichtigster Baustein
Negative Punkte
Grenze
Reihenfolge ja, automatische Absage nein

Quellen

Alle externen Angaben nachvollziehbar belegt.
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