Frage Nachvollziehbar belegt

Fachwissen für digitale Entscheidungen

Wie stellt man WLAN-Zugang per QR-Code bereit?

Kurzantwort

Mit einem statischen QR-Code, der Netzwerkname, Verschlüsselung und Passwort enthält. Geräte verbinden sich nach dem Scan ohne Tippen. Wichtig: Gäste gehören in ein getrenntes Gastnetz – ein Code, der ins Firmennetz führt, ist ein Sicherheitsproblem, kein Service.

Wie es funktioniert

Der Code enthält in einem festen Format Netzwerkname, Verschlüsselungsart und Passwort. Aktuelle Handys erkennen das und bieten die Verbindung direkt an.

Statisch, nicht dynamisch

Der Code enthält die Zugangsdaten selbst – ein Server wäre unnötig und würde die Verbindung sogar behindern, weil dafür bereits Internet nötig wäre.

Nachteil: Ändert sich das Passwort, muss der Code neu gedruckt werden. Das ist bei Gastnetzen aber selten ein Problem.

Die Sicherheitsregel

Nur für ein getrenntes Gastnetz. Ein Code, der ins produktive Firmennetz führt, gibt jedem, der ihn abfotografiert, Zugang zu internen Systemen.

Ein Gastnetz sollte:

  • vom Firmennetz getrennt sein
  • keinen Zugriff auf interne Geräte erlauben
  • die Bandbreite begrenzen
  • ein eigenes, regelmässig gewechseltes Passwort haben

Praktische Hinweise

  • Der Code sollte nicht von aussen durchs Fenster lesbar sein
  • Bei Passwortwechsel den Aushang austauschen – sonst entstehen Supportanfragen
  • Ein Hinweis „Gast-WLAN" verhindert Verwechslungen

Rechtliches

Die Störerhaftung für offene Netze wurde weitgehend abgeschafft. Dennoch empfiehlt sich ein Hinweis auf die Nutzungsbedingungen. Eine Protokollierung der Verbindungsdaten unterliegt der DSGVO und sollte auf das Nötige begrenzt bleiben.

Kernfakten

Empfehlung
Statischer Code, getrenntes Gastnetz
Sicherheitsregel
Nie ins produktive Firmennetz

Quellen

Alle externen Angaben nachvollziehbar belegt.
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