Fachwissen für digitale Entscheidungen
Kann man einen QR-Code mit Logo und Farben gestalten?
Kurzantwort
Was möglich ist
Logo in der Mitte. Bis etwa 20 bis 25 Prozent der Fläche bei Korrekturstufe H. Grösser wird es unzuverlässig.
Farbige Module. Möglich, wenn der Kontrast zum Hintergrund hoch bleibt. Dunkle Module auf hellem Grund – nicht umgekehrt.
Abgerundete Module und individuelle Ecken. Meist unproblematisch, solange die drei Suchmuster in den Ecken erkennbar bleiben.
Was nicht funktioniert
- Invertierte Codes – hell auf dunkel. Viele Lesegeräte scheitern daran.
- Farbverläufe über den Code. Sehen gut aus, senken die Lesequote deutlich.
- Zu geringer Kontrast, etwa Grau auf Hellgrau.
- Bild als Hintergrund hinter den Modulen.
- Fehlender heller Rand. Die häufigste Ursache überhaupt.
Die Reihenfolge beim Gestalten
- Fehlerkorrekturstufe H wählen
- Code erzeugen
- Logo einsetzen
- Mit mindestens drei verschiedenen Geräten testen
- Bei Problemen: Logo verkleinern, nicht die Stufe senken
Der Test, der wirklich zählt
Nicht am Bildschirm, sondern gedruckt, in Originalgrösse, auf dem tatsächlichen Material, bei der Beleuchtung des Einsatzorts. Ein Code, der auf dem Monitor funktioniert, kann auf mattem Recyclingpapier scheitern.
Die ehrliche Abwägung
Ein gestalteter Code sieht besser aus und wird etwas seltener gelesen. Bei grossen Auflagen sollte man abwägen, ob die Optik ein paar Prozent Lesequote wert ist.
Kernfakten
- Logo
- Bis etwa 20–25 % Fläche bei Korrekturstufe H
- Nie
- Invertiert, Verläufe, Bildhintergrund
- Pflicht
- Test mit mehreren Geräten, gedruckt
Quellen
Alle externen Angaben nachvollziehbar belegt.-
01
QR Code Standardization DENSO WAVE
-
02
Point for determining the QR Code area DENSO WAVE