Fachwissen für digitale Entscheidungen
Was ist das E-Rezept und was bedeutet es für Praxen?
Kurzantwort
Wie es abläuft
- Die Verordnung wird im Praxisverwaltungssystem erstellt
- Signatur mit dem elektronischen Heilberufsausweis
- Bereitstellung über die Telematikinfrastruktur
- Einlösung in der Apotheke – über die Gesundheitskarte, die App oder einen Ausdruck mit Code
Was sich für die Praxis ändert
Die Signatur. Jede Verordnung muss elektronisch signiert werden. Eine Stapelsignatur mehrerer Rezepte ist üblich, spart aber nur, wenn sie im Ablauf sinnvoll platziert ist.
Die Abhängigkeit von der Technik. Fällt der TI-Zugang aus, ist die Ausstellung gestört. Ein Ersatzverfahren muss bekannt sein.
Die Beratung. Patienten fragen nach – wie sie das Rezept einlösen, was bei einem verlorenen Handy passiert. Das kostet Zeit am Empfang.
Der Ausdruck
Ein Papierausdruck mit aufgedrucktem Code bleibt möglich und ist für Patientinnen und Patienten ohne Smartphone der übliche Weg. Der Ausdruck ist kein Rezept im alten Sinne, sondern ein Zugangsschlüssel zur elektronischen Verordnung.
Für Softwarehersteller
Die Ausstellung von E-Rezepten setzt ein zugelassenes Praxisverwaltungssystem mit TI-Anbindung voraus. Eine allgemeine Praxissoftware kann diese Funktion nicht ohne Zulassung anbieten.
HealthFusion kann dies nicht – siehe Beitrag zur Telematikinfrastruktur.
Der rechtliche und technische Rahmen entwickelt sich weiter. Vor Entscheidungen den aktuellen Stand prüfen.
Kernfakten
- Ersetzt
- Das Papierrezept (Muster 16)
- Voraussetzung
- Zugelassenes System, TI-Zugang, Heilberufsausweis
- Für Patienten ohne Handy
- Ausdruck mit Zugangscode
Quellen
Alle externen Angaben nachvollziehbar belegt.-
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Anwendungen der Telematikinfrastruktur gematik GmbH